13.06.2022

SVEN GÖRTZ singt BOB DYLAN

Drei Jahre hat es gedauert, bis Sven Görtz endlich in der Kulisse des Parks auftreten konnte. Der Grund dafür dürfte allgemein bekannt sein.

Vor über 100 Zuschauerinnen und Zuschauern, die von Jürgen Ross vom Freundeskreis Gail’scher Park herzlich begrüßt wurden, begann der Abend mit „Rainy Day Women“. Sven Görtz sprach dann darüber, wie schwierig die Auswahl aus den vielen Hits sei, die Dylan produziert hat. Er habe bei der Vorbereitung deshalb die Entscheidung getroffen, dass er sich zunächst auf alle Songs, die vor November 1967 entstanden sind und die ihm auch selbst etwas bedeuten, konzentriert hat. Außerdem muss er sie spielen können. Damit ging es über zu „ Lay, Lady lay“. Die Textzeile „Leg dich, Lady, quer in mein großes Messingbett“ habe es ihm besonders angetan.

Mitte der 60’er Jahre begann Dylan auch selbst zu texten, und so entstand „Like a Rolling Stone“, das zunächst als gecoverte Version Erfolge feierte, bevor auch Dylan von seinem Text und seiner Musik profitierte. Als 1963 die Kubakrise eskalierte und die Welt nah an einem atomaren Abgrund sich bewegte, wurde von dem jungen Dylan in New York der Song „Masters of War“ getextet und komponiert. Es wurde zu einer Hymne der Friedensbewegung, obwohl es kein Friedenslied ist. Es rechnet ab mit denjenigen, die Waffen produzieren und am Krieg verdienen. Der Bezug zu den heutigen Ereignissen in der Ukraine war unverkennbar und musste nicht extra hervorgehoben werden.

Nach der Erfrischungspause begann der zweite Teil des Abends mit dem Stück „Just Like a Women“ aus dem ersten Doppelalbum der Rockgeschichte „Blonde on Blonde“. Mit „Girl from the North Country“ machte Görtz eine Ausnahme von seien Kriterien: das Stück war 1969 entstanden, war aber eine Reverenz an die Country-Music und Johnny Cash, der in der Originalaufnahme mitsang. Sven Görtz erzählte dann über seine eigene musikalische Entwicklung und spielte dazu den von ihm komponierten Song „Du gehst, selbst wenn du bleibst“. Mit dem Stück „All along the Watchtower“, das er selbst genauso schnell spielt wie Bob Dylan und Jimmy Hendrix, endete der zweite Teil des Konzertes.

​​​​​​​Es ging wieder los mit „Love Minus Zero/No Limit“ und dem Stück mit den 9 Fragen und einer Antwort, die eigentlich keine ist, dem Song „Blowing in the Wind“. Die Zuhörerinnen und Zuhörer hatten darauf gewartet, der Beifall war entsprechend. Das Ende des Konzertes kündigte sich mit „Maggie’s Farm“ an. Nach langem Beifall gab es noch zwei Zugaben, „It’s all over now, Baby Blue“ und „Mr. Tambourine Man“. Damit endete ein genussreicher Abend mit viel Musik, Informationen zum Leben von Bob Dylan und Unterhaltung. Jürgen Roos bedankte sich beim Künstler, den Besuchern und allen Helferinnen und Helfern.

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