Gail’scher Park

Einzigartig

in Biebertal-Rodheim

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Der Traum vom Paradies


Im Jahr 1812 gründete Georg Philipp Gail in Gießen eine Tabakfabrik, auf die 1857 eine Filiale in Rodheim folgte.


Hinter seinem Rodheimer Anwesen legte er einen kleinen Park an, der durch seinen Sohn Karl 1880 mit einem Schweizer Haus geschmückt wurde.


Unter dem Enkel von Georg Philipp, dem späteren Kommerzienrat Wilhelm Gail, der 1891 die Gail’sche Dampfziegelei und Tonwarenfabrik eröffnete, erreichte der Park mit dem Neubau einer Villa um 1896 seine heutige Ausdehnung.


Die Liebe zwischen Wilhelm Gail und seiner Frau Minna offenbart sich hier in einer romantischen Parkleidenschaft.


Beide waren durchdrungen von dem Traum, für sich ein Paradies, ein Sehnsuchts- und Glücksland als Sommersitz außerhalb der Stadt zu schaffen.


Der Park, den Wilhelm und Minna uns hinterlassen haben, ist ein einzigartiges Gartenkunstwerk. Der Besucher erlebt einen Park voller Überraschungen. Die Konzeption des bekannten Gartenarchitekten Andreas Weber mit einem Teich als zentralem Element, um den sich schöne Staffagen gruppieren, ist einzigartig und die Inszenierung aufeinander folgender Parkbilder eindrucksvoll. Die Wegeführung und die Modellierung des Geländes nach der Lenné-Meyer’schen Schule kann als lehrbuchmäßig beschrieben werden.

Der unter Denkmalschutz stehende Park ist weitgehend noch im Original erhalten und ein wunderschönes Kleinod der Gartenkunst.